Die Elternrolle

Menschen werden Eltern auf Grund der Tatsache, dass sie für ein Kind Verantwortung übernehmen. Für die körperlichen und gesundheitlichen Aspekte der Erziehung wird ihnen Unterstützung angeboten, für die Erziehung zur Person und Persönlichkeit müssen Eltern selbst sorgen. Es bleibt jeder Elternpersönlichkeit selbst überlassen, ob und wie viel sie sich mit der Erziehung auseinandersetzt. Gesellschaftlicher Druck und Erwartungen verunsichern Eltern oft persönlich in einem Maße, dass sie sich eher auf die von der Gesellschaft kommunizierten Erwartungen an die Elternrolle zurückziehen und ihre eigene Persönlichkeit und Person in den Hintergrund stellen. Kinder sind in ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung auf der Suche nach persönlichen Lebensentwürfen - nach Modellen, wie Personen mit den Dingen des Lebens zurechtkommen. Sie sind so auf der Suche nach den Personen, die hinter der Elternrolle stehen. Damit entpuppen sich einige Mythen der Elternschaft als Behinderungen der Beziehungen zwischen Eltern und Kindern: etwa, dass Eltern ihre Kinder immer lieben müssen. Oder dass Eltern ihren Kindern gegenüber immer konsequent sein müssen, oder dass Eltern Kindern gegenüber eine gemeinsame Front bilden sollten. Als Menschen sind Eltern und auch Kinder nicht immer in der gleichen Stimmung und Verfassung. Sie halten manchmal mehr aus, manchmal weniger. Das ist in Wahrheit das Gesicht, mit denen sie Kindern begegnen. Es verfälscht die Beziehung zum Kind, wenn sie dem Kind mit Masken begegnen mit Geduld, wenn sie keine Geduld haben, mit vorgetäuschter Zuneigung, wenn sie sie nicht empfinden.

Eltern finden im Gordon Training die Möglichkeit vor, ihre persönliche Rolle des Elternseins zu reflektieren und zu entwickeln.